Von Travemünde nach Lübeck

Travemünde bietet Erholung pur, aber es gibt auch spannende Alternativen in Lübeck - falls das Wetter einmal nicht mitspielt. Unzählige Bauwerke und Museen mit abwechslungsreicher Kultur und Nachtleben warten auf Ihren Besuch. Hier kommt keine Langeweile auf. Entweder gehen Sie shoppen oder in eines der zahlreichen Cafés.

Das Holstentor Wahrzeichen Lübecks ist ein Symbol für das Selbstbewusstsein und die Macht der einstigen "Königin der Hanse" und der Eingang zur Altstadt. Das wahrhafte Bauwerk mit 3,50 Meter dicken Schutzmauern im spätgotischen Stil stammt aus dem 15. Jahrhundert und wäre 1855 um ein Haar dem Eisenbahnbau geopfert worden.

Doch die beiden Türme blieben erhalten und wurden schließlich Wahrzeichen der Stadt, die einst ganze Königreiche bezwang. Im Inneren des Holstentors befindet sich eine Ausstellung.

Infos: www.holstentor.info

Niederegger die süße Verführung. In Lübeck begann der Siegeszug des Marzipans um die Welt. Georg Niederegger (1777 – 1856) gründete die Manufaktur, die noch heute im Eigentum seiner Familie das unwiderstehliche Naschwerk in vollendeter Qualität herstellt.

Direkt gegenüber dem Rathaus in der Breiten Straße befindet sich das Café Niederegger mit dem Marzipan Salon, in dem die Geschichte des "Königs der Süßigkeiten" erzählt wird.

Besonders beeindruckend: Zwölf lebensgroße Marzipanfiguren. Wem jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, findet ein Stockwerk unter dem Museum reichlich "Stoff, aus dem die Träume sind".

Infos: www.niederegger.de

Das Buddenbrookhaus der Hauptschauplatz von Thomas Manns nobelpreisgekröntem Roman "Buddenbrooks" ist Lübeck. Obwohl der Name des "mäßigen Handelsplatzes an der Ostsee" nicht einmal genannt wird, gibt es keine Straße, keinen Platz, keinen Ort in dieser Romanstadt, der sich nicht in Lübeck lokalisieren ließe.

Im Zentrum des Romans steht das Haus in der Mengstraße 4. Genau in jener Etage, wo die Familie Mann Mitte des 19. Jahrhunderts eine Belétage bewohnte, gibt es eine Ausstellung über die Romanfamilie Buddenbrook.

Auf fünf Etagen ist anlässlich der Expo 2000 als weltweit einziges Literaturprojekt ein komplett neues Literaturhaus entstanden, das den Besuchern ein ganzheitliches Literaturerlebnis bieten möchte. So stehen die beiden ständigen Ausstellungen der Manns und Buddenbrooks im Mittelpunkt, werden aber von weiteren literarischen und kulturellen Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzt.

Infos: www.buddenbrookhaus.de

Das Günter Grass-Haus: Forum für Literatur und Bildende Kunst ist eine Dauerausstellung und stellt die Bildkunst des Literaturnobelpreisträgers und die enge Verbindung seiner Literatur- und Kunstproduktion vor.

In Wechselausstellungen werden neben Grass auch Werke aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Musik andere "Doppelbegabungen" gezeigt. Zum Haus gehören ein Garten mit Grass-Plastiken, Archiv, Bibliothek und ein Laden. Kulturstiftung Hansestadt Lübeck Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21.

Infos: www.guenter-grass-haus.de

Das Dräger- und Behnhaus, zwei nebeneinander liegende Kaufmannshäusern des 18. Jahrhunderts sind in der Lübecker Kunstsammlung des 19. und 20. Jahrhunderts untergebracht. Das Behnhaus mit der größten und repräsentativsten Diele Lübecks und den Flügelräumen in klassizistischem Stil gilt als eines der schönsten Kaufmannshäuser Norddeutschland.

Das Drägerhaus besitzt die einzige in Lübeck erhaltene Festraumfolge des 18. Jahrhunderts. Schwerpunkte der Gemäldesammlung bilden die Werke Johann Friedrich Overbecks und Gotthardt Kuehls, Armando, Hoehme. Hinzu kommen Beispiele realistischer Plastik des 20. Jahrhunderts, die die zeitgenössische Malerei seit dem Frühjahr 2003 in der Kunsthalle St. Annen- Str. 15, präsentiert. Neben der Sammlung zur bildenden Kunst zeigt das Museum um 1800 und zur Biedermeier- Zeit, hinzukommende Kunstgewerbe des 19. und 20. Jahrhunderts. Königstraße 9 - 11.

Infos: www.die-luebecker-museen.de

Die Puppenhäuser im zurückgezogenen Viertel mitten in der Altstadt verdankt Lübeck der Pflege und Sorgfalt seiner Bürger.

Vieles ist hier erhalten geblieben, was in anderen Städten Neuem weichen musste. Die Vielfalt der Gänge und Höfe ist weltweit einzigartig. Wer in den Frieden und die Zurückgezogenheit dieser Welt eintaucht, findet sich im Mittelalter wieder: Die dicht bebauten Gassen entstanden, als erfolgreicher Handel betrieben wurde.

Doch der Altstadthügel wuchs nicht mit, schnell wurde es innerhalb der Mauern zu eng. Als Notlösung brach man Gänge in die Vorderhäuser und bebaute die Hinterhöfe mit den so genannten Buden. Diese waren einst einstöckig mit nur einem Zimmer versehen, aber von ihnen ist keines mehr erhalten. Doch noch heute stehen Gebäude, winzig und bunt wie Puppenhäuser, die mehr als 400 Jahre alt sind.

Das Lübecker Rathaus hebt sich von der übrigen, klassisch rot gehaltenen Bebauung ab. Das war durchaus beabsichtigt: in einer komplizierten Mischung aus Ochsenblut, Asche und weiteren geheimen Zutaten wurden die Bausteine für das Herzstück Lübecks gebacken.

Konsequent bauten die Patrizier es immer weiter aus, mit der prächtigen durchbrochenen Schauwand, dem schmucken Balkon und den drei Türmchen. Noch heute tagt hier der Senat.

Breite Straße 64, Besichtigung: Mo. – Fr. 11.00, 12.00 und 15.00 Uhr.

Infos: www.luebeck.de

Stadtführungen und Abendrundgänge bietet der Lübecker Verkehrsverein an.

Lübecker Verkehrsverein e.V.
Am Bahnhof / Linden-Arcaden
Konrad-Adenauer-Str.6
23558 Lübeck
Telefon: 0451- 7 23 00

Montags bis Samstags von 09.00 - 18.00 Uhr.